Hochschul- & Probespiel-NiveauEs-Dur (3 b)4/4 · Allegro maestoso (♩ = 104–112)

Ferdinand David – Concertino Es-Dur op. 4 (I. Allegro Maestoso)

Ferdinand David (1810-1873)
·Frühromantik (Leipzig, 1837)
Hauptthema-Notenzeile & Zugpositionen

Interaktives Hauptthema (Schlüsselwechsel & Hilfspositionen)

IMSLP Originalnoten
🎼 Interaktive Notenzeile & Zugpositionen

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C4=L4Std.-Pos.:Alt. / F-Ventil:Korrektur:♭Bb3P1—0c♭Eb4P3—+2cG4P4Alt 20c♭Bb4P1Alt 30cG4P4Alt 20c♭Eb4P3—+2cF4P1Alt 4+2cD4P1Alt 4-14c (1-)♭Eb4P3—+2c

Akustische & spieltechnische Meisterklassen-Matrix

Taktweise Analyse von Tonumfang, Tempo, akustischer Stützanweisung und ökonomischer Zugführung.

Abschnitt & TakteTonumfang & ZugbereichTaktart & TempoAkustische PraxisanweisungHilfszug-Strategie
T. 1–16 (Hauptthema: Allegro Maestoso)F – b1 (1.–6. Zug)4/4 · ♩ = 104Majestätischer, heroischer Anstoß mit stabiler Tiefenatmung. Keinen übermäßigen Druck auf das hohe b1 ausüben.Hohes d1 im leicht gekürzten 4. Zug greifen, um weite Wege zwischen 1. und 6. Position zu vermeiden.
T. 25–48 (Seitenthema: Cantabile)B – g1 (1.–5. Zug)4/4 · ♩ = 96Vokales Legato im Belcanto-Stil. Zungenstoß mit „Dah“ und blitzschnellem Zug führen, um Schleifgeräusche zu bannen.g1 im erhöhten 4. Zug wählen, wenn im Wechsel mit f1 gespielt wird.
T. 65–92 (Durchführung & Kadenzen-Arpeggien)Es – c2 (1.–5. Zug)4/4 · ♩ = 108Schnelle, kühle Stützluft. Mundwinkel fixieren und Zungenrücken tief halten für maximale Kernzentrierung.Spitzen-c2 aus dem b1 (1. Zug) heraus im 3. Hilfszug nehmen.
T. 120–145 (Reprise & Coda)Kontra-B – b1 (1.–6. Zug + Quartventil)4/4 · ♩ = 112Voller orchestraler Schalltrichterklang. Vor dem Schlussakkord vollständige Zwerchfellerweiterung.Tiefes F mit Quartventil im 1. Zug (+F 1) greifen, um den Arm im oberen Quadranten zu halten.

Historischer Hintergrund

Auf Anregung von Felix Mendelssohn Bartholdy 1837 für den Leipziger Gewandhaus-Soloposaunisten Carl Traugott Queisser komponiert. Das Werk gilt weltweit als das bedeutendste romantische Standardkonzert der Posaunenliteratur.

Bedeutung für Probespiel & Prüfung

Das Pflichtstück Nr. 1 bei fast allen Orchester-Probespielen und Aufnahmeprüfungen. Geprüft werden majestätischer Ton, präzise Dreiklangs-Arpeggien und fließendes Lesen im Tenorschlüssel.

Technische Schwerpunkte

Nahtloser Wechsel zwischen Bass- und Tenorschlüssel in EchtzeitZentrierte Kernresonanz in der hohen Lage auf g1, b1 und c2Ökonomische Zugführung durch Nutzung der 4. und 5. HilfspositionEdles romantisches Cantabile im Seitenthema ohne Glissando-Nebengeräusche

4-Schritte-Übungsplan für die Praxis

1

Punktierte Rhythmen mit Metronom festigen

Üben Sie das Eingangsthema bei ♩=60 mit präzisem Zungenstoß, damit Punktierungen und Triolen exakt sitzen.

2

Hilfspositionen (4. & 5. Zug) festlegen

Nutzen Sie für d1 und f1 in schnellen Passagen die 4. bzw. 6. Position, um weite Wege zum 1. Zug zu sparen.

3

Klangbalance im hohen Register

Sichern Sie das hohe b1 und c2 durch schnelle Stützluft statt durch Mundstückdruck.

IMSLP Originalnoten & Zugpositionen-Referenz

Öffnen Sie die gemeinfreien Originalausgaben (Solostimme & Klavierauszug) direkt bei IMSLP oder drucken Sie die A4-Zugtabelle.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q:Wie treffe ich das hohe B (b1) im Eingangsthema sicher ohne Kiks?
Vermeiden Sie starkes Andrücken! Üben Sie die Phrase zuerst nur auf dem Mundstück (Buzzing) und stützen Sie den Ton mit schneller, fokussierter Luft aus dem Zwerchfell.
Q:Spielt man das David-Concertino auf einer engen oder weiten Bohrung?
Im modernen Orchester-Probespiel ist eine weite Tenorposaune (13,89 mm / .547" wie Bach 42 oder Yamaha Xeno) der absolute Standard.